Geschichte und Entstehung des Löschbezirks Bosen-Eckelhausen

Der Löschbezirk Bosen-Eckelhausen wurde am 1. Januar 1993 infolge der Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Löschbezirke Bosen und Eckelhausen gegründet.

Der ehemalige Löschbezirk Bosen:

Am 1. September 1933 wurde die Freiwillige Feuerwehr Bosen gegründet, welche zu jener Zeit 27 aktive Wehrmänner zählte. Während des 2. Weltkrieges, in dem auch Angehörige der Bosener Feuerwehr fielen, und in den Folgejahren nahm das Interesse jedoch so stark ab, dass die Feuerwehr ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen konnte.
Am 1. Mai 1954 zählte die Freiwillige Feuerwehr Bosen wieder 29 Mitglieder und wurde an diesem Tag wieder unter dem Brandmeister Rudolf Scherer und seinem Stellvertreter Erwin Bernhardt neu gegründet.
Erst im Jahr 1970 konnte das erste eigene Feuerwehrgerätehaus bezogen werden. Bis dahin diente der Stall der alten Schule dazu die alte Feuerspritze und das Schlauchmaterial unterzubringen. Im gleichen Jahr konnte auch das „neue“ Feuerwehrauto, ein von der Bundeswehr ausgemusterter Borgward der für die Belange der Feuerwehr umgerüstet wurde, in Dienst gestellt werden. Die Freude hierüber währte jedoch nicht lange. Regelmäßig verweigerte das schon in die Jahre gekommene Fahrzeug seinen Dienst.
1978 war es dann endlich soweit und der Löschbezirk Bosen erhielt ein fabrikneues Tragkraftspritzenfahrzeug. Ein Ford Transit mit feuerwehrtechnischem Aufbau der Firma Ziegler. Dieses Fahrzeug wurde erst 1996 im neu gegründeten LBZ Bosen-Eckelhausen außer Dienst gestellt und wurde anschließend vom Bauhof der Gemeinde Nohfelden noch viele Jahre für deren Belange genutzt. Am 31.Dezember 1992 wurde der Löschbezirk Bosen aufgelöst.

FFW Bosen
FFW Bosen (Aufnahmejahr 1955/56)

Der ehemalige Löschbezirk Eckelhausen:

Die Freiwillige Feuerwehr Eckelhausen wurde 1954 aus der damaligen Pflichtfeuerwehr heraus gegründet. Die Mannschaftsstärke betrug seiner Zeit 19. Erster Wehrführer wurde August Veit und sein Stellvertreter Werner Finkler.
Nachdem auch in Eckelhausen die Gerätschaften jahrelang in einem alten Stall untergebracht waren, konnte 1966 das in Eigenleistung erbaute Feuerwehrgerätehaus bezogen und eingeweiht werden.
3 Jahre später 1969 erhielt die Eckelhauser Feuerwehr ihr erstes Feuerwehrauto, einen Borgward Baujahr 1958 welcher von der Bundeswehr ausgemustert wurde. Dieser musste Anfang 1980 aufgrund eines Motordefekts jedoch außer Dienst gestellt werden. Erst im September des gleichen Jahres erhielt dann auch der LBZ Eckelhausen ein ebenfalls neues Tragkraftspritzenfahrzeug Ford Transit mit Ziegler-Aufbau, baugleich mit dem Fahrzeug des LBZ Bosen.
Dieses Fahrzeug verrichtete seinen Dienst im LBZ Bosen-Eckelhausen bis ins Jahr 2007 nachdem es wegen eines Motorschadens außer Dienst gestellt werden musste.
Am 31. Dezember 1992 wurde der Löschbezirk Eckelhausen aufgelöst.

FFW Eckelhausen
FFW Eckelhausen (Aufgenommen Anfang der 1960er Jahre)

Gegenwart:

Bei der ersten Hauptversammlung des Löschbezirks Bosen-Eckelhausen am 13. Februar 1993 betrug die Mannschaftsstärke 17 Mitglieder. Zum ersten Löschbezirksführer wurde Manfred Schorr, zu dessen Stellvertreter Robert Herrler, gewählt.
Auch wurde noch im gleichen Jahr die Jugendfeuerwehr des Löschbezirks ins Leben gerufen. Das Amt des Jugendfeuerwehrwartes wurde ebenfalls von Robert Herrler ausgeübt.
Auch konnte in der Folgezeit ein massiver Anstieg der Mitgliederzahl der Aktiven verzeichnet werden, welche seither konstant über 30 gehalten werden konnte.

Anfang 1996 wurde dann das neue Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) als Ersatz für das alte Bosener TSF in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug verrichtet auch heute noch seinen Dienst und ist das Ersteinsatzfahrzeug unseres Löschbezirks. Im gleichen Jahr erhielt der LBZ vom Landkreis St. Wendel ein Eisrettungsgerät welches in den Wintermonaten dazu dient, auf zugefrorenen Gewässern verunfallte Personen zu retten.

Im September 1997 erhielt der LBZ eine Drehleiter (DLK 18/12). Mit diesem Fahrzeug werden Einsätze im gesamten Kreis St. Wendel als auch im angrenzenden Rheinland-Pfalz abgearbeitet.
Im Mai 1998 war es dann endlich soweit und das neue Gerätehaus konnte eingeweiht und somit seiner Bestimmung übergeben werden. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Stahl-Grundkonstruktion dieser Halle ursprünglich für den Bauhof der Gemeinde Nohfelden bestimmt war. Da man auf dem Bauhofgelände jedoch nicht über genügend Platz für einen Bau dieser Größe zur Verfügung hatte, wurde beschlossen, diese für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Eckelhausen zu nutzen.
Das alte Eckelhauser Gerätehaus wurde daraufhin vom Förderverein des Löschbezirks Bosen-Eckelhausen von der Gemeinde Nohfelden käuflich erworben.
In der Hauptversammlung 1999 wurde Robert Herrler von den Feuerwehrmitgliedern zum Löschbezirksführer und Jens Schwarz zu dessen Stellvertreter gewählt.

Im Jahr 2001 erhielt der LBZ ein Schlauchboot, um auch bei Wasserrettungseinsätzen auf dem Bostalsee und auf anderen Gewässern gerüstet zu sein.
In den Folgejahren wurden vermehrt Brandmeldeanlagen in verschiedenen Gebäuden (Industriehallen, Alten- und Pflegeheimen usw.) installiert. Aufgrund dieser Tatsache stiegen die Einsatzzahlen des LBZ erheblich an. Bei der Hauptversammlung 2005 wurde die bisherige Löschbezirksführung in ihrem Amt bestätigt.

2007 musste auch das alte Eckelhauser TSF, welches 2004 noch von Mitgliedern des LBZ in Eigenleistung fast komplett neu aufgebaut wurde, wegen eines Motorschadens ersetzt werden. Als „neues“ Fahrzeug erhielt man das baugleiche Fahrzeug des Löschbezirks Mosberg-Richweiler welches dort aufgrund einer Neubeschaffung ausgemustert wurde.
Dieses Fahrzeug verrichtete seinen Dienst 2 Jahre im LBZ Bosen-Eckelhausen und wurde 2009, nachdem man vom Landkreis ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF/MTW) erhielt, ausgemustert. Seit 2009 kommt auch der Stellvertretende Wehrführer der Gemeinde Nohfelden erstmals aus den Reihen unseres Löschbezirks. In der Hauptversammlung wählten die aktiven Feuerwehrmitglieder der Gemeinde Jochen Wilhelm aus Eckelausen in dieses Amt.

2011 in der Hauptversammlung wurde dann Jens Schwarz zum Löschbezirksführer und Robert Herrler zum Stellvertreter gewählt.
Da der LBZ Bosen-Eckelhausen zukünftig auch Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen abarbeiten soll, wurde in diesem Jahr der seit kurzem im Löschbezirk vorgehaltene hydraulische Rettungssatz auf dem LF 8/6 verladen.

2013 fand dann ein Generationenwechsel an der Spitze des Löschbezirks statt. Robert Herrler zog sich nach 22 Jahren aus der Löschbezirksführung zurück. In der Hauptversammlung wurde der 33 jährige Oberlöschmeister Marco Janowski zum neuen Stellvertretenden Löschbezirksführer gewählt.