Mit der beginnenden kalten Jahreszeit werden wieder die Feuerungsanlagen in Betrieb genommen. Immer wieder kommt es zu Schadensereignissen durch schadhafte Kamine, brennbaren Isoliermaterialien am Kamin oder defekten Feuerstätten. Aufgrund der Energiepreise von
Heizöl und Gas werden wieder vermehrt Öfen und Holzherde alternativ als Heizquelle verwendet. Der Brennstoff Holz gewinnt aus umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Gründen immer mehr an Beliebtheit.
Bei der Feststoffverbrennung entstehen verschiedenste Verbrennungsprodukte, welche sich mit der Zeit an der Innenfläche des Kamins absetzen.
Dieser Ruß- und Teerbelag kann sich entzünden – wir sprechen dann von einem Kaminbrand.

Häufige Fehlverhalten, die zu einem Kaminbrand führen:
– Verbrennung von feuchtem und ungeeigneten Holz
– Verbrennen von Müll (strengstens verboten!)
– Unvollständige Verbrennung aufgrund unzureichender Luftzufuhr
– Falsche Bedienung und mangelhafte Wartung der Feuerungsanlagen (Kamin muss mind. einmal jährlich von einem Schornsteinfeger gesäubert werden)

Verhaltensregeln bei Erkennen eines Kaminbrandes:
– Ruhe bewahren
– Feuerwehr alarmieren – Notruf 112
– Hausbewohner benachrichtigen
– Luftzufuhr drosseln durch Schließen der Schieber oder Klappen
– Kontrolle des Kamins auf Rissbildung und Erwärmung
– Schließen von Fenstern und Luken, um ein Raucheindringen zu vermeiden
– Eventuellen Funkenflug beobachten, um Sekundärbrände zu vermeiden
– Bereitstellung eines Feuerlöschers

Achtung: Niemals Wasser zum Löschen eines Kaminbrandes verwenden
– Kamin nicht zustopfen – Zerreißungs- und Explosionsgefahr!!!

© Daniel Gisch